Rückfallgefahr

Es gibt Tage an denen ich sehr unter Suchtdruck leide. Leider gab es in den letzten Tagen auch Konsumereignisse. Ich habe das Gefühl, dass ich mich deswegen schämen sollte. Jedoch ist dies eine völlig falsche Reaktion. Ich habe es sehr lange ausgehalten und Strategien angewendet um den Suchtdruck im Rahmen zu behalten. Jedoch konnte ich meine Problembewältigung nicht genug ausbauen. Es wurde mir zu viel und ich habe zu wenig darüber geredet. Ich habe die doofe Angewohnheit, alles in mich hineinzufressen. Ich rede selten über meine Gefühle.

Dies hat dazu geführt, dass ich gelegentlich wieder etwas konsumierte. Vor allem wegen der Stressbewältigung und der 20-Jahre langen antrainierten Muster.

Da ich Momenten auf der Kippe stehe bezüglich Freiheitsstrafe, ist es sehr schwierig für mich. Ich habe nicht vor wieder meine Suchterkrankung in den Vordergrund zu stellen, bin jedoch wieder auf den falschen Weg geraten.

Es ist sehr schwierig neue Bewältigungsstrategien zu erarbeiten, da der Suchtmittelkonsum ein sehr einfacher Weg ist und sehr effektiv.

Ich habe jedoch gemerkt, dass es auch ohne Suchtmittel geht und sogar viel schöner und vor allem ausgeglichener ist.

Ich muss nun abwarten bis Ende September und werde dann wieder einen stationären Aufenthalt machen falls ich die Haftstrafe nicht antreten muss. Dass Ziel, ist, über ein halbes Jahr Abstinenz. Dies geht jedoch nur mit einem Umfeld, dass einem Unterstützt und absolutem eigenen Willen.

Ich habe gelernt mich selbst zu lieben, und bin mir zu Schade aufzugeben.

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